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Gewindebohrer M6 Gewinde schneiden→Kernlochbohrer 5 mm HSS Stahl/Metall→Steckschlüssel 10 mm passende Nuss→Schrauben M6 Sortiment→Quelle: ISO 261 / ISO 273 / DIN 934
Das M6-Regelgewinde ist die meistverwendete Maschinenschraubengröße in Maschinenbau, Elektrotechnik und Gehäusebau: standardisiert nach ISO 261 und DIN 13, passt es in jeden gängigen Sortimentskasten. Die häufigste Frage beim Schneiden: Welches Kernloch brauche ich? Antwort: 5,0 mm in Stahl – fertig. Wer bohren und schneiden will, findet unten alle Maße auf einen Blick. Nachbargrößen sind M5 und M8.
Maße im Überblick
| Kenngröße | Regelgewinde M6 | Feingewinde M6×0,75 |
|---|---|---|
| Außendurchmesser | 6 mm | 6 mm |
| Steigung | 1,0 mm | 0,75 mm |
| Kernloch Stahl | 5,0 mm | 5,25 mm |
| Kernloch Holz/Ku | 5,3 mm | – |
| Durchgangsbohrung | 6,6 mm | 6,6 mm |
| Schlüsselweite | 10 mm | 10 mm |
Quelle: ISO 261 · ISO 273 · DIN 934. Die Durchgangsbohrung (6,6 mm) ist für beide Varianten gleich – sie hängt nur vom Nenndurchmesser ab, nicht von der Steigung.
Vorbohren und Kernloch für M6
Das Kernloch ergibt sich aus der Formel Nenndurchmesser minus Steigung: 6 − 1,0 = 5,0 mm. Mit einem 5,0-mm-HSS-Spiralbohrer in Stahl vorbohren, danach mit einem M6-Gewindebohrer (Steigung 1,0 mm) schneiden. Dabei gelten zwei Praxisregeln:
- Bohrtiefe: mindestens 9 mm Nutztiefe anstreben (≥ 1,5 × Nenndurchmesser), damit die Einschraubetiefe ausreicht.
- Material: In Aluminium oder Kunststoff denselben 5,0-mm-Bohrer verwenden – das Material gibt nach, braucht aber keinen größeren Vorlauf. Holzschrauben brauchen 5,3 mm Vorbohrung, da das Kerngewinde hier kein Metall-Innengewinde erzeugt.
Ein häufiger Fehler ist das Verwechseln von Kernloch (5,0 mm) und Durchgangsbohrung (6,6 mm). Das Kernloch nimmt den Gewindebohrer auf, die Durchgangsbohrung lässt die Schraube ungehindert hindurchgleiten.
Anzugsmoment nach Festigkeitsklasse
| Festigkeitsklasse | Anzugsmoment |
|---|---|
| 4.6 | 3,7 Nm |
| 5.6 | 4,6 Nm |
| 8.8 | 10,1 Nm |
| 10.9 | 15 Nm |
| 12.9 | 17,4 Nm |
Quelle: VDI 2230, μ = 0,14 (trockene Stahlverschraubung, Regelgewinde). Vollständige Werte für alle Festigkeitsklassen: Anzugsmoment M6.
Die 8.8 ist im allgemeinen Maschinenbau die Standardklasse für M6-Schrauben. Bei geölten oder beschichteten Verbindungen sinkt das effektive Anzugsmoment – Herstellervorgabe hat immer Vorrang.
Feingewinde M6×0,75 – wann relevant?
M6×0,75 taucht in der Feinmechanik, Optik und Messtechnik auf: Die engere Steigung erlaubt feinfühligere Einstellbewegungen und sitzt fester bei Schwingungen. Das Kernloch beträgt 5,25 mm (6 − 0,75), die Schlüsselweite bleibt identisch bei 10 mm. Wer ein unbekanntes M6-Gewinde vorfindet, prüft mit einer Steigungslehre: Greift die 1,0-mm-Lamelle, ist es Regelgewinde. Greift die 0,75-mm-Lamelle, ist es Feingewinde. Eine M6-Regelschraube lässt sich nicht sauber in ein M6×0,75-Innengewinde eindrehen – die Verbindung würgt und beschädigt das Gewinde.