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Gewinde · M6

M6 Gewinde: Kernloch 5,0 mm, Maße und Anzugsmoment nach ISO 261

📖 Ausführlicher Ratgeber
Steigung grob
1 mm
Steigung fein
0,75 mm
Kernloch Stahl
5 mm
Kernloch Holz
5,3 mm
Durchgang
6,6 mm
Schlüsselweite
10 mm

Quelle: ISO 261 / ISO 273 / DIN 934


Ratgeber · aktualisiert am 17. Juni 2026

Das M6-Regelgewinde ist die meistverwendete Maschinenschraubengröße in Maschinenbau, Elektrotechnik und Gehäusebau: standardisiert nach ISO 261 und DIN 13, passt es in jeden gängigen Sortimentskasten. Die häufigste Frage beim Schneiden: Welches Kernloch brauche ich? Antwort: 5,0 mm in Stahl – fertig. Wer bohren und schneiden will, findet unten alle Maße auf einen Blick. Nachbargrößen sind M5 und M8.

Maße im Überblick

KenngrößeRegelgewinde M6Feingewinde M6×0,75
Außendurchmesser6 mm6 mm
Steigung1,0 mm0,75 mm
Kernloch Stahl5,0 mm5,25 mm
Kernloch Holz/Ku5,3 mm
Durchgangsbohrung6,6 mm6,6 mm
Schlüsselweite10 mm10 mm

Quelle: ISO 261 · ISO 273 · DIN 934. Die Durchgangsbohrung (6,6 mm) ist für beide Varianten gleich – sie hängt nur vom Nenndurchmesser ab, nicht von der Steigung.

Vorbohren und Kernloch für M6

Das Kernloch ergibt sich aus der Formel Nenndurchmesser minus Steigung: 6 − 1,0 = 5,0 mm. Mit einem 5,0-mm-HSS-Spiralbohrer in Stahl vorbohren, danach mit einem M6-Gewindebohrer (Steigung 1,0 mm) schneiden. Dabei gelten zwei Praxisregeln:

  • Bohrtiefe: mindestens 9 mm Nutztiefe anstreben (≥ 1,5 × Nenndurchmesser), damit die Einschraubetiefe ausreicht.
  • Material: In Aluminium oder Kunststoff denselben 5,0-mm-Bohrer verwenden – das Material gibt nach, braucht aber keinen größeren Vorlauf. Holzschrauben brauchen 5,3 mm Vorbohrung, da das Kerngewinde hier kein Metall-Innengewinde erzeugt.

Ein häufiger Fehler ist das Verwechseln von Kernloch (5,0 mm) und Durchgangsbohrung (6,6 mm). Das Kernloch nimmt den Gewindebohrer auf, die Durchgangsbohrung lässt die Schraube ungehindert hindurchgleiten.

Anzugsmoment nach Festigkeitsklasse

FestigkeitsklasseAnzugsmoment
4.63,7 Nm
5.64,6 Nm
8.810,1 Nm
10.915 Nm
12.917,4 Nm

Quelle: VDI 2230, μ = 0,14 (trockene Stahlverschraubung, Regelgewinde). Vollständige Werte für alle Festigkeitsklassen: Anzugsmoment M6.

Die 8.8 ist im allgemeinen Maschinenbau die Standardklasse für M6-Schrauben. Bei geölten oder beschichteten Verbindungen sinkt das effektive Anzugsmoment – Herstellervorgabe hat immer Vorrang.

Feingewinde M6×0,75 – wann relevant?

M6×0,75 taucht in der Feinmechanik, Optik und Messtechnik auf: Die engere Steigung erlaubt feinfühligere Einstellbewegungen und sitzt fester bei Schwingungen. Das Kernloch beträgt 5,25 mm (6 − 0,75), die Schlüsselweite bleibt identisch bei 10 mm. Wer ein unbekanntes M6-Gewinde vorfindet, prüft mit einer Steigungslehre: Greift die 1,0-mm-Lamelle, ist es Regelgewinde. Greift die 0,75-mm-Lamelle, ist es Feingewinde. Eine M6-Regelschraube lässt sich nicht sauber in ein M6×0,75-Innengewinde eindrehen – die Verbindung würgt und beschädigt das Gewinde.

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Häufige Fragen zu M6

Welches Kernloch brauche ich für M6?
5,0 mm in Stahl (Nenndurchmesser 6 minus Steigung 1,0). Für Holz oder Kunststoff sind 5,3 mm ausreichend. Die Durchgangsbohrung für die Schraube beträgt 6,6 mm.
Welche Steigung hat M6?
Das M6-Regelgewinde hat 1,0 mm Steigung nach ISO 261. Das seltenere Feingewinde M6×0,75 hat 0,75 mm Steigung und benötigt ein 5,25-mm-Kernloch.
Welche Schlüsselweite hat M6?
SW 10 mm nach DIN 934 (Sechskantmutter). Inbusschrauben M6 werden mit einem 5-mm-Inbusschlüssel angezogen.
Welches Anzugsmoment hat M6 8.8?
10,1 Nm nach VDI 2230 (μ=0,14, Regelgewinde). FK 10.9: 15 Nm, FK 12.9: 17,4 Nm. Bei sicherheitsrelevanten Verbindungen gilt die Herstellerangabe.
Wie vorbohre ich ein M6-Gewinde?
Mit einem 5,0-mm-Spiralbohrer in Stahl vorbohren, dann mit einem M6-Gewindebohrer (Steigung 1,0 mm) nachschneiden. Bohrtiefe mindestens 1,5× Nenndurchmesser, d. h. ≥ 9 mm Einschraubtiefe anstreben.
Was ist der Unterschied zwischen M6 und M6×0,75?
Beide haben 6 mm Außendurchmesser und SW 10, aber unterschiedliche Steigungen (1,0 mm vs. 0,75 mm) und Kernlöcher (5,0 mm vs. 5,25 mm). Sie sind nicht miteinander kompatibel.